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Nachrichten - Wien
© Bild Barbara Braun
Artikel aktualisiert 5.2.2010
Eine besonders miese Sängerin, die sich selbst für einen Gesangsstar hält: Die Kammerspiele zeigen derzeit "Souvenir", eine Komödie rund um das Leben der legendären Florence Foster Jenkins.

Kammerspiele
Viel Applaus für falsche Töne

Eine besonders miese Sängerin, die sich selbst für einen Gesangsstar hält: Eindeutig Stoff für eine Komödie. Der britische Autor Stephen Temperley hat das Leben von Florence Foster Jenkins (1868 bis 1944) zu zwei Stunden Theater verarbeitet. Und das Renaissance-Theater Berlin gibt mit dem Stück gerade ein Gastspiel in den Kammerspielen.

Ob mit Mozarts „Königin der Nacht“-Arie oder Gounods Ave Maria: Die deutsche Entertainerin Désirée Nick haut als Florence Foster Jenkins genial daneben. „Sie werden es nicht glauben“, erklärt sie ihrem Klavierbegleiter Cosme McMoon (Musikkabarettist Lars Reichow). Man habe ihr in der Jugend vom Singen dringend abgeraten. Er glaubt es. Das Publikum auch. Zwischendurch hallen sehr schöne Töne durch den Saal. Nur nicht die richtigen.

Das Falschsingen macht Nick goldrichtig. Ihr Klavierbegleiter muss dagegen zwangsläufig verblassen. Vom Premieren-Publikum mit hoher Promi-Dichte gab es Standing Ovations. (sal)

SOUVENIR
8. bis 14. Februar, 3. bis 7. März 2010, 20 Uhr
Kammerspiele, 1., Rotenturmstraße 20
 
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