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© Bild Jacqueline Kacetl
Artikel aktualisiert 6.2.2008
Nach den Korruptionsvorwürfen von Ex-Kripo Chef Herwig Haidinger gerät die Volkspartei zunehmend unter Druck.
Haidinger
VP unter Druck - Kampusch "entsetzt"
Nach den Korruptionsvorwürfen von Ex-Kripo Chef Herwig Haidinger gerät die Volkspartei zunehmend unter Druck. Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) erwartet nun von allen Beteiligten, dass "mit Hochdruck" an der Aufklärung gearbeitet wird. Natascha Kampusch ist "entsetzt", dass einem entscheidenden Hinweis - wenige Wochen nach ihrer Entführung - offenbar nicht richtig nachgegangen wurde (siehe
Panne im Fall Kampusch?
).
Aufklärung erwartet sich Molterer jedoch nicht über einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss - wie es sich die Oppositionsparteien wünschen - sondern über "Gerichte und die Staatsanwaltschaft", betonte der Vizekanzler im Ö1-Morgenjournal am Mittwoch. Dass das Innenministerium im Wahlkampf Vertuschungen im Fall Kampusch angeordnet hat, kann er sich nicht vorstellen.
Einen U-Ausschuss hat am Dienstag auch SPÖ-Klubobmann Josef Cap, mit Hinweis auf die bereits laufenden Verfahren, abgelehnt. Sollten sich die Sozialdemokraten dennoch dazu durchringen, wäre dies für die Volkspartei ein "Kriegsfall", so ÖVP-Abgeordneter Helmut Kukacka in der ZIB2 am Dienstagabend. Der Konter von Cap: "Wir lassen uns von nichts und niemandem bedrohen." (vk)
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