Bundeskanzler Werner Faymann sprach am Montag ein Machtwort: "Österreich bleibt im Forschungsprojekt CERN". Am Vormittag hatten noch mehrere Wissenschaftler gegen den Ausstieg mobil gemacht (siehe Meldung oben).
"Wir wissen, dass Forschung Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit braucht", meinte der Kanzler. Es ginge nicht an, dass Mitglieder langfristiger Forschungsprojekte aus reinem Eigeninteresse austreten. Bei CERN gehe es um Reputation und Ansehen eines Landes. Dies habe für die Entscheidung einen übergeordneten Stellenwert, so Faymann weiter.
Das bedeutet für Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP), dass er sein Budget ab 2011 überdenken muss. Außerdem will Hahn, dass innerhalb der Europäischen Organisation für Kernforschung generell über eine Modernisierung der Strukturen nachgedacht wird. Insgesamt ist Österreich mit rund 20 Millionen Euro im europäischen Forschungsprojekt vertreten. Dieses Geld wollte Hahn in andere Forschungsprojekte fließen lassen. Die Entscheidung des Koalitionspartners nahm er "zur Kenntnis". (vk)