Die Augarten-Besetzer rufen "SOS": Montagfrüh sind wieder Baufahrzeuge im Augartenspitz angerollt. Die Arbeiter stellten einen neuen, größeren Bauzaun auf und begannen damit, Bäume zu fällen.
"Zwei Demonstranten sind auf Bäume geklettert und haben sich angekettet", schildert Besetzerin Eva Hottenroth gegenüber wienweb.at/W24. Die Daten der Besetzer wurden von der Polizei aufgenommen, die Securities seien "nicht zimperlich" gewesen. Wegen des Kälteeinbruchs waren nur wenige "ständige Besetzer" über Nacht vor Ort.
Es ist bereits die dritte Räumung des Areals. Die Demonstranten wollen die Verbauung des Augartenspitz verhindern. Dort soll eine Konzerthalle für die Sängerknaben gebaut werden. Hottenroth: "Wir kommen wieder".
"Waren gezwungen, unser Recht auf diese Weise durchzusetzen"
Die Projektbetreiber verweisen in einer Aussendung zur Räumung und "Errichtung der Baustelle" auf eine rechtskräftige Baubewilligung. "Da mit einer kleinen Gruppe von Aktivisten keinerlei Gesprächsbasis zu finden war - zuletzt wurden selbst Vorarbeiten zur Einrichtung einer Informations-Schau über das Projekt gewaltsam verhindert - waren wir leider gezwungen, unser Recht auf diese Weise durchzusetzen." (mb)